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ZV-Bauherr:innenpreis 2026

Die Nominierungen für den ZV-Bauherr:innenpreis 2026 sind fixiert. Der Bauherr:innenpreis der Zentralvereinigung der Architekt:innen würdigt herausragende Bauten, Freiraumgestaltungen sowie städtebauliche Lösungen, bei denen die Auftraggeber:innen in intensiver Zusammenarbeit mit den Architekt:innen außergewöhnliche Lösungen ermöglicht und geschaffen haben. Um die Einreichungen und deren Genese beurteilen zu können, werden alljährlich alle Projekte im jeweiligen Bundesland von einer Nominierungsjury besichtigt. Die nominierten Projekte werden im Rahmen einer österreichweiten Reise der Hauptjury nochmals besucht, um die Preisträger:innen zu ermitteln. Die Nominierungsjurys in den einzelnen Bundesländern haben sich heuer für 23 Projekte aus insgesamt 132 Einreichungen entschieden. Daraus ermittelt die Hauptjury – bestehend aus Katharina Benjamin (Leipzig), Sonja Hohengasser (Spittal an der Drau) und Lukas Imhof (Zürich) – die Bauherr:innenpreisträger:innen 2026. Die Verleihung des Bauherr:innenpreises findet am 23. Oktober 2026 im Rahmen einer Festveranstaltung in der Helmut List Halle in Graz statt.

Staatspreis Architektur 2025

Das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus verleiht alle zwei Jahre auf Basis der Entscheidung einer unabhängigen Fachjury den Staatspreis Architektur für herausragende architektonische Leistungen. Der biennal verliehene Staatspreis Architektur prämiert realisierte Bauwerke mit innovativer Konzeption und hoher architektonischer Qualität, die in ihrer Nutzung dem Wirtschafssektor zuzuordnen sind. Im Fokus steht damit die Architektur der Arbeitswelt, die permanenten Veränderungen unterworfen ist. Neue Organisationsformen und die Auflösung funktioneller Abgrenzungen führen zu einem technologisch bedingten Strukturwandel, der neue Gebäudetypologien bis hin zur Integration von realen und virtuellen Räumen erfordert.

Architekturpreis des Landes Burgenland 2025

Im Lisztzentrum in Raiding wurde der Architekturpreis für das Jahr 2025 vergeben – der 12. Architekturpreis des Landes seit Beginn der Vergabe. 2025 wurden das Einfamilienhaus mit Schilfdach sowie die Sanierung und Neugestaltung der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit zwei gleichwertigen Preisen ausgezeichnet und zwei Anerkennungen an den Stadtgarten Oberwart und das haus sz vergeben. Insgesamt wurden 20 Projekte eingereicht. Ab 7. November werden die prämierten und nominierten Projekte in der Architekturgalerie in Eisenstadt gezeigt.

Euregio-Baukulturpreis 2025

Der Euregio-Baukulturpreis stand bei seiner Premiere unter dem Motto „Weiterbauen am Bestand und in Umgebung“. Konkret waren Architekturschaffende zur Teilnahme eingeladen, die Umbauten, Sanierungen oder Erweiterungen in einem oder mehreren der drei Länder realisiert haben. Insgesamt wurden 55 Projekte eingereicht, davon 27 aus Tirol, 19 aus Südtirol und neun aus dem Trentino. Je ein Preisträger pro Land wurde von einer Jury ausgewählt: Studio Lois (Innsbruck), Lukas Mayr (Percha/Innsbruck) und Campomarzio (Trento/Bozen) erhalten für ihren sensiblen und zukunftsweisenden Umgang mit bestehender Baukultur eine von Lois Anvidalfarei geschaffene Bronzeskulptur. Zudem wurde ein Publikumspreis durch ein Online-Voting ermittelt. Diesen gewann das Innsbrucker Architekturbüro he und du für das Projekt „FELSA“. Der Preis: eine Lithografie des ladinischen Künstlers Anvidalfarei.

wienwood 25

Aus den 36 eingereichten Projekten wurden von einer Fachjury vier Preisträger gekürt sowie ein Sonderpreis und drei Anerkennungen vergeben. Ausgezeichnet wurden der mehrgeschossige Wohnbau Woody – M, die Trainingsschwimmhalle Großfeldsiedlung, die Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer sowie das Kleingartenhaus Villa Minimale. Den Sonderpreis erhielt das kollektive Betriebs- und Wohngemeinschaftsprojekt SchloR – Schöner Leben. Anerkennungen gingen an die Allgemein-psychiatrische Abteilung Klinik Ottakring, die Sport & Fun Halle Leopoldstadt und das Gartensiedlung-Wohnhaus Haus P. wienwood 25 wurde von proHolz Austria in Kooperation mit der Stadt Wien sowie unterstützt von Wiener Städtische Versicherung ausgelobt.

Architekturpreis des Landes Steiermark 2025

Zum 22. Mal wurde der Architekturpreis des Landes Steiermark in Kooperation mit dem Haus der Architektur (HDA) ausgeschrieben, welcher mit einem Preisgeld von € 10.000,- dotiert ist. Zweck der Preisstiftung ist die Förderung zeitgenössischer qualitätsvoller Architektur in der Steiermark. Die Zuerkennung des Architekturpreises des Landes Steiermark erfolgt nach öffentlicher Ausschreibung und den Beschluss eines Kurators / einer Kuratorin. Prämiert wird ein in der Steiermark innerhalb der letzten 2 Jahre errichtetes Bauwerk. Die Vergabe des Preises erfolgt durch Beschluss einer Kuratorin oder eines Kurators. Für den Architekturpreis des Landes Steiermark 2025 hat die Steiermärkische Landesregierung das Architekturbüro SO? architecture and ideas als Kurator:innen bestellt.

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Clemens Foschi – Kirchenräume öffnen

Was passiert mit Kirchengebäuden, die nicht mehr für Gottesdienste und Gemeindearbeit gebraucht werden? Diese Frage stellt sich in ganz Europa – und die Antworten reichen von Profanierung bis Leerstand. Im fünften Wiener Gemeindebezirk ist ein Pilotprojekt entstanden: Eine nicht profanierte, denkmalgeschützte Kirche wurde als Kirche erhalten und zugleich zu einem offenen Sozial- und Begegnungszentrum für die Stadt umgenutzt. Das sogenannte Kirchenschiff verbindet Gottesdienst mit Lebensmittelausgabe, Wärmestube und Sozialberatung – und ist damit ein Beispiel für soziale Infrastruktur im besten Sinne.
Clemens Foschi begleitet das Projekt als Projektleiter von Anbeginn. Vorher war er für den Aufbau von Magdas Hotel zuständig, einem ehemaligen Pflegeheim, das die Caritas Wien mit minimalem Budget zu einem laufenden Hotelbetrieb umgestaltete. Im Gespräch erzählt Foschi, wie ein Kirchenraum für Gottesdienst, Konzerte und Lebensmittelausgabe zugleich genutzt werden kann – und warum eine Gesellschaft solche sozialen Infrastrukturen braucht, um zusammenzuwachsen. Das Gespräch ist in voller Länge im Podcast Morgenbau anzuhören.

Anne Isopp, nextroom fragt:, 09.06.2026

Renate Hammer und Peter Holzer – Innerhalb der planetaren Grenzen handeln

Das Institute of Building Research & Innovation ZT-GmbH, kurz IBRI, ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut aus Wien, das sich mit unterschiedlichen Aspekten des Bauwesens vertieft auseinandersetzt. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung mit praktischen Lösungen von der Klimawandelanpassung, Dekarbonisierung und Kreislauffähigkeit bis hin zu einer sozial gerecht gestalteten Umgebung. Renate Hammer und Peter Holzer gründeten 2013 miteinander das IBRI. Im Gespräch schildern sie, wie sie die Transformation im Bauwesen mitgestalten, warum gerade jetzt entschlossenes Handeln gefragt ist und wie wichtig es ist, sich gegenseitig Mut zu machen und voneinander zu lernen.

Anne Isopp, nextroom fragt:, 05.05.2026

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