Bauwerk

Volkschule Straden
Gangoly & Kristiner - Straden (A) - 2024
Volkschule Straden, Foto: Emilian Hinteregger
Volkschule Straden, Foto: Emilian Hinteregger
Volkschule Straden, Foto: Emilian Hinteregger
2. April 2025 - HDA
In den vergangenen 30 Jahren, seit der letzten Generalsanierung der Volksschule Straden, haben sich die Anforderungen im Schulbau stark verändert. Heute
werden Schulen in „Clustern“ organisiert, zu denen mehrere Klassenräume zusammengefasst und durch zusätzliche Gruppenräume und offene Lernzonen ergänzt werden; weiters sind Barrierefreiheit oder Nachmittagsbetreuung wichtige Themen. Es galt nun also - neben der Anpassung an zeitgemäße haustechnische, brandschutztechnische und akustische Standards - die Schule an diese neuen Rahmenbedingungen anzupassen.

Eine besondere Herausforderung war die Umsetzung des geforderten Raumprogramms im bestehenden Gebäude, die letztlich Erweiterungen notwendig machte. So erfolgte die Aufstockung des bereits vorhandenen südlichen Zubaus im Untergeschoss durch einen Mehrzweckraum im Erdgeschoss und eine Freiluftklasse im Obergeschoss sowie ein Zubau für einen barrierefreien Aufzug an der Nordfassade. Unser besonderes Augenmerk galt der äußeren Gestaltung dieser Zubauten und ihrer harmonischen Einfügung in das Stradener Ortsbild. Die neuen Bauteile wurden in Holzbauweise errichtet und, auf den ersten Blick kaum wahrnehmbar, mit langlebigem Titanzink verkleidet. Im Bestandsgebäude selbst wurden – auch aus wirtschaftlichen Gründen – die bestehenden Strukturen so weit wie möglich erhalten. Zahlreiche neue Öffnungen zwischen den vorhandenen Räumen ermöglichen Transparenz und neue Blickbeziehungen, die vielen verschiedenen Fußbodenniveaus wurden weitestmöglich an eine barrierefreie Nutzung angepasst.

Die Farb- und Innenraumgestaltung abseits der üblichen Standards war uns ein besonderes Anliegen: gedeckte Farbtöne sowie unkonventionelle Möbel und Beleuchtung schaffen eine behagliche Atmosphäre, in der sich Schüler:innen und Pädagog:innen wohl fühlen können. Das Farbkonzept findet an der Fassade seine Fortführung: die ehemals gelbe Fassade wurde durch einen sanfteren Farbton ersetzt, der sich dezent in das Ortsbild einfügt.
So entsteht durch viele individuelle (Grundriss-) Lösungen, die natürlich auch dem Bestand geschuldet sind, eine spannende Symbiose von Alt und Neu mit besonderem Charme und einer einzigartigen Atmosphäre und zugleich eine moderne Schule, die den ursprünglichen Charakter des Altbaus bewahrt, aber dennoch aktuelle pädagogische, bauliche und technische Standards erfüllt. (Text: Architekt:innen)

teilen auf

Für den Beitrag verantwortlich: HDA

Ansprechpartner:in für diese Seite: Karin Wallmüllerbaudatenbank[at]hda-graz.at

Akteure

Architektur

Bauherrschaft
Marktgemeinde Straden

Tragwerksplanung

Fotografie