Bauwerk

Bildungscampus Heidemarie Lex-Nalis
POS architekten - Wien (A) - 2023
Bildungscampus Heidemarie Lex-Nalis, Foto: Paul Sebesta
Bildungscampus Heidemarie Lex-Nalis, Foto: Paul Sebesta
24. März 2025 - newroom
Eingeklemmt zwischen Gewerbegebieten, Bahntrassen und Simmeringer Zeilenbauten liegt das Grundstück in der Niederung eines ehemaligen Donauarms. Dem Bahndamm mit dem S-Bahn-Halt wendet der Neubau den langen, eher geschlossenen Rücken mit kleineren Bandfenster-Formaten und Loggien zu. Zur Wohnbebauung nach Westen hin öffnet sich eine opulente Komposition aus Terrassen, weiten Vorplätzen, begrünten Rampen und Gartenabschnitten. Die starke Begrünung des Außenraums knüpft an den ehemaligen Auwald an, von dem entlang der Gleise noch ein paar Reste übrig sind.
Vier einzelne, als Rampen vom 1. OG herabsteigende Finger stechen spitz in den Außenraum hinein und bilden zwischen sich geschützte Außenbereiche.
Trotz dreier oberirdischer Geschosse wirkt der Baukörper flach gelagertert.
Als gesamtheitlich integrative ganztägige Bildungseinrichtung für Kinder von 0-10 Jahren beinhaltet der Bildungscampus 33 Bildungsräume. Je 6 davon sind in Gruppen, bzw. Bildungsbereichen organisiert. Kleinere und ältere Kinder kommen hier zusammen. Auch die Team- und Sozialräume der Pädagoginnen sind jeweils Bestandteile der Bildungsbereiche. Sport-, Therapie-, Kreativ-, und Speiseräume, Freiflächen und ein Veranstaltungssaal ergänzen das Angebot. Die Sporthalle ist um ein Geschoss in die Erde eingegraben.
Zwischen den einzelnen Funktionseinheiten gibt es viele transparente Verbindungen, die allen Nutzenden Einblick in die angrenzenden Raumzonen gewähren und auch den Kleinsten eine sehr einfache Orientierung ermöglichen. Alle können sich stets als Teil des größeren Ganzen empfinden.
Die hellen auch nach innen verglasten Bildungsräume an der Fassade kontrastieren mit einer eher geschlossenen dunkleren Kernzone.
Die Bildungsräume und Mulifunktionszonen sind in Holzwänden und Holzböden mit den Farben Beige und Hellgrau gehalten, während die Kernzonen als „Grotten“ ausgebildet sind. Hier dominieren Stahlbeton, starkes Türkisblau und ein sandfarbener Fliesenboden. Auch diese klare Gliederung im Gebäude erleichtert die Orientierung.
Wärme und Kältebedarf werden zur Gänze vor Ort über Erdwärmesonden aus dem Grundwasser gedeckt, Strombedarf teilweise über die Photovoltaik auf dem Dach; die Hälfte der Dachfläche steht noch zu deren Ausbau zur Verfügung. Der Plusenergiestandard steht damit in Aussicht. (Autor: Achim Geissinger, nach einem Text der Architekten)

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Akteure

Architektur

Bauherrschaft

Tragwerksplanung

Landschaftsarchitektur

Fotografie

wettbewerb

Das Projekt ist aus dem Verfahren Neubau Bildungscampus Gasometerumfeld, 1110 Wien, Rappachgasse hervorgegangen

1. Rang, Gewinner
POS architekten ZT GmbH, Ursula Schneider


2. Rang, Preis
Christian Kronaus, Peter Mitterer


3. Rang, Preis
otmarhasler-architektur ZT GmbH


Anerkennung
TREUSCH architecture ZT GMBH


Anerkennung
Zinterl Architekten ZT GmbH, Thomas Zinterl


Anerkennung
Ernst Giselbrecht + Partner ZT-GMBH


Anerkennung
Querkraft Architekten ZT GmbH, Jakob Dunkl, Gerd Erhartt, Peter Sapp


1. Stufe
Dietger Wissounig Architekten ZT GmbH


1. Stufe
Markus Pernthaler


1. Stufe
Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH


1. Stufe
Silbermayr Welzl Architekten ZT GmbH, ILF Consulting Engineers Austria GmbH


1. Stufe
Titus Pernthaler, Walter Pernthaler


1. Stufe
Pichler & Traupmann Architekten ZT GmbH


1. Stufe
ATP Architekten Ingenieure


1. Stufe
Heimspiel architektur ZT gmbh


1. Stufe
AKF Architektur Kollektiv Favorit, Carl Schläffer


1. Stufe
Schenker Salvi Weber Architekten ZT GmbH


1. Stufe
Ganahl Ifsits Architekten


1. Stufe
Snezana Veselinovic


1. Stufe
Gangoly & Kristiner Architekten ZT GmbH


1. Stufe
synn architekten ZT OG


1. Stufe
PSLA Architekten ZT GmbH


1. Stufe
wup zt-gmbh wimmerundpartner


1. Stufe
Architekturbüro VIV-A ZT GmbH, Werkstatt Wien - Spiegelfeld ZT GMBH


1. Stufe
Hnik Hempel Meler ZT GmbH


1. Stufe
Architekturkantine, Thomas Blazek, Gerhard Wimmer


1. Stufe
BEHF Ebner Hasenauer Ferenczy ZT GmbH


1. Stufe
jojko+nawrocki architekci


1. Stufe
g.o.y.a. ZT GmbH


1. Stufe
Klammer Zeleny ZT GmbH


1. Stufe
ARCHITEKTURBUERO 1 ZT GmbH


1. Stufe
Christian Anton Pichler


1. Stufe
Najjar & Najjar Architekten